Xiki: Shell Konsole mit GUI – Funktionen

Über die Shell gibt es sicher verschiedene Meinungen. Die einen bevorzugen diese schnellen Wege der Befehlseingabe über die Konsole, andere halten sie für ein Relikt aus dem letzten Jahrhundert, was man mit den heutigen grafischen Oberflächen nicht mehr benötigt. Gleichzeitig existieren bereits einige gute Shells wie die Bash oder die Zsh.

Eben bin ich jedoch auf eine neue Shell aufmerksam geworden, die das Konzept der Shell ein wenig verändern möchte und einen interessanten Ansatz bietet. Die Shell nennt sich Xiki, ist unter der MIT – Lizenz auf Github veröffentlicht. Technisch basiert Xiki auf RubyGems und kann daher unter Linux, Mac und Windows installiert werden.

Xiki Ansatz

Xiki vereint Konzepte aus den klassischen Shells mit einigen GUI – Elementen. Nach Eingabe eines Befehls können die Ausgaben eingeklappt und wieder ausgeklappt werden. Die gesamte Ausgabe ist dabei editierbarer Text, im Gegensatz zu dem normalem Read-Only Konzept der normalen Konsolen.

Zusätzlich bietet Xiki aber noch eine interessante Art einer Programmierumgebung. So können Datenbanken über Pfade angesprochen werden, dort verschiedene Statements abgesetzt werden, eine Zeile JavaScript schnell im Browser ausgegeben werden u.v.m. Der Entwickler setzt im Standard zunächst auf Emacs, führt aber auch an, dass man seinen bevorzugten Editor mit Xiki erweitern kann, z.B. Sumblime, Vim & Co.

Xiki_Editor

Da man einige Funktionen nur schwer beschreiben kann, würde ich euch empfehlen einige Videos anzuschauen und dann zu entscheiden, ob es etwas für euch wäre. 2 Videos binde ich euch hier ein, die ich am interessantesten fand.

[via]


  • werzog

    Du wirfst in dem Artikel ein paar Dinge durcheinander:

    Es gibt shells (wie sh, bash, zsh), d.h. Programme die auf Benutzereingaben reagieren und Befehle interpretieren und ausführen.
    Und es gibt Terminalemulationen (wie xterm, gnome-terminal, etc…), also Programme die sich verhalten wie die historischen Computer-Terminals (Geräte die nur zur Dateneingabe dienten und an Großrechner angeschlossen waren), praktisch ein Fenster um mit textbasierten shells zu interagieren.
    Xiki ist wohl eher letzteres und will dieses Konzept erweitern.
    Übrigens kann man auch eine Desktopumgebung als eine (graphische) shell bezeichnen.

  • kaegis

    Ich wäre als Einfacher Linux user dafür, jemand würde eine Shell basteln, welche es erlaubt, alle Programme (busybox?) mit den gleichen Parrametern für die Gleichen Aktionen zu bedienen. warum zum Teufel ist es denn nutwendig, das z.B. Ports überall anders definiert werden. auch habe ich immer schwierigkeiten wann den jetzt welche Schalter kommen etc.pp

  • http://maroony.de maroony

    Sieht auf jeden Fall ziemlich interessant aus. Ich bleibe aber weiterhin bei meiner ZSH-Shell, die in einen Emacs-Terminal läuft ;)

  • senden9

    Ich werds mir auf jeden fall mal anschauen.