Dank der offenen API von Twitter kann man sich heutzutage unter einer Vielzahl von Twitter Clients den passenden aussuchen. Alleine das Ubuntuusers-Wiki listet hier eine Vielzahl an Möglichkeiten auf.
Ich habe mir die meisten der dort vorgestellten Lösungen einmal angeschaut und möchte hier einen besonders hervorheben, der mir in der Handhabung und Funktionalität im Gesamtpaket gut gefallen hat, nämlich Turpial.
Betrachtet man sich zunächst die Funktionen von Turpial, fällt auf das alles wesentliche, was ein Twitter – Client beherrschen sollte, vorhanden ist.
- URL-Verkürzungsdienste (goog.gl, bit.ly, is.gd. u.v.m.)
- Bilder-Uploaddienste (Yfrog, Twitpic, img.ur, img.ly u.v.m)
- gute Integration in Desktop inkl. der Standard-Benachrichtigungen
- Stummschaltung
- Filterfunktionen
- Breite (erinnert an Tweetdeck) und schmale Ansicht auswählbar
- (teils) eingedeutschte Benutzeroberfläche
Turpial steht unter der GPL v.3 und ist in Python geschrieben und aktiv in Entwicklung. Die Installation unter Ubuntu geht mit dem Hinzufügen eines PPAs (Wie immer der Hinweis, dass Fremdpakete die Stabilität und Sicherheit des Systems beeinflussen können) leicht vonstatten:
sudo add-apt-repository ppa:effie-jayx/turpial sudo apt-get updatesudo apt-get install turpial
Update: Laut Matthias ist Turpial sei 11.04 auch direkt in den Paketquellen vertreten und es müssen keine Fremdquellen benutzt werden. [/Update]
Für andere Distributionen, wie Debian, Fedora oder ArchLinux sollten bereits fertige Pakete in den entsprechenden Paketquellen zu finden sein.
Eine der häufigsten Funktionen bei Twitter wird neben der Betrachtung seiner Timeline natürlich das Verfassen von Tweets.
Hier stehen einem zwar alle wichtigen Funktionen zur Verfügung, jedoch würde ich mir hier eine Funktion wünschen wie sie Tweetdeck bietet, nämlich die URL direkt zu erkennen beim einfügen in den Tweet und automatisch zu verkürzen. Hier muss man zunächst in das unetre Feld eingeben und sie dann verkürzen lassen. Ansonsten kann man auch alle seine Kontakte komfortabel über eine Auswahlliste hinzufügen, die dann per @-Tag eingefügt werden.
Was ebenfalls noch verbesserungswürdig ist, wie man Links in Tweets öffnet. So muss man auf den entsprechenden Tweet mit Rechtsklick gehen und dann unter öffnen den entsprechenden Link auswählen. Dies hätte man intuitiver lösen können und müssen.
Die Benachrichtigungen können flexibel pro Spalte festgelegt werden und jeweils Klänge (ein typisches zwitschern eines Vogels) ein und ausgeschaltet werden.
Insgesamt bin ich jedoch recht zufrieden mit Turpial, er ist deutlich leichtgewichtiger als Gwibber und bietet mir vergleichbare Funktionen. Wer sich keinen separaten Twitter Client installieren möchte, dem würde ich bei Nutzung von Chrome/Chromium noch zu Hotot oder Tweetdeck als Erweiterung raten, die ebenfalls sehr gut umgesetzt sind und dadurch plattformunabhängig laufen.

22. Januar 2012 um 14:07 Uhr
Aus dem UU-Wiki:
Turpial ………….ist ab Ubuntu 11.04 in den offiziellen Paketquellen enthalten
MFG
22. Januar 2012 um 16:19 Uhr
Danke für die Info, hatte es noch über den Weg der Webseite von Turpial installiert.
23. Januar 2012 um 14:12 Uhr
hotot ist noch einiges besser.