Opera 12 „Wahoo“ Neuerungen des aktuellen Entwicklungsstandes

Nach wie vor fristet Opera ein Nischendasein im Browserumfeld, Firefox oder der stark im Aufwind befindliche Chrome Browser von Google bekommen deutlich mehr mediale Aufmerksamkeit.

Dennoch braucht sich Opera mit seinen Funktionen keineswegs zu verstecken, seit einiger Zeit bietet es auch Plugin-Support an, allerdings natürlich mit deutlich weniger Auswahl als Chrome oder Firefox.

Gestern ist erst das Sicherheitsupdate von Opera 11.62 veröffentlicht worden. Die interessanteren Neuerungen sieht man jedoch erst in einer Entwicklerversion von Opera 12, die auf den Downloadservern aktuell bereitliegt.

Erstmalig stellt Opera durch Änderungen bei der Plugin-Behandlung auch 64-bit Versionen für Windows und Mac bereit. Das neue Konzept nennt sich Out of Process Plugins (OOPP), was bedeutet dass in Zukunft alle Plugins in einem separaten Prozess laufen und es zusätzlich möglich ist 32-bit Plugins in einem 64-bit Browser zu starten.

Dies bewirkt eine deutliche Verbesserung der Stabilität des Browsers, da nun nicht mehr ein fehlerhaftes Plugin des gesamten Browser zum Absturz bringt. Eine ähnliche Funktion hat auch Google Chrome schon länger bei sich integriert.

Zusätzlich wird auch an der Verbesserung der kommenden Standards HTML5 und CSS3 gearbeitet. Bei HTML5 ist es nun in Opera möglich Drag & Drop auszuführen, d.h. zum Beispiel ein Dokument von eurem Betriebssystem einfach durch ziehen auf die jeweilige Webseite hochzuladen.

An der  CSS3 – Front wurde die Möglichkeit von CSS – Animationen zu realisieren, eingefügt. Zusätzlich wurden die CSS – Transistions deutlich überarbeitet und verbessert.

Zusätzlich erwartet euch in der finalen Version auch die Unterstützung von WebGL und Nutzung von Hardware-Beschleunigungen, welches der Entwicklung bei den neuesten Spielen durchaus von Nutzen sein wird.

Auch wenn  bei mir Opera 12 durchaus recht stabil lief, weisen die Entwickler zu Recht darauf hin, dass es noch zu einigen Fehlern kommen kann.

Das positive ist, dass ihr relativ gefahrlos testen könnt, da es eine komplett eigenständige Installation neben eurer bestehenden stabilen Version ist und keine Profile und Einstellungen überschreibt. Die Version wird auch automatisch auf die neuesten Alpha oder Beta-Versionen aktualisiert.

Insgesamt würde ich jedem raten Opera einmal auszuprobieren, da er von der technischen Seite ein wirklich guter Browser ist. Leider wird er allerdings aufgrund der geringen Verbreitung auch eher stiefmütterlich von den Webentwicklern betrachtet und getestet, wodurch es bei der ein oder anderen Seite mal zu schlechteren Ergebnissen führen kann.

(via  und via)

Patrick Meyhöfer

Ich liebe gute Software, die auf gut funktionierender Hardware läuft. Egal ob mobil oder am Desktop-OS. Früher nutzte ich fast ausschließlich Open-Source-Software, mittlerweile ist es ein Mix zwischen Mac und Linux - beide Welten haben ihre Vorzüge.

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