Lookit – einfaches und leichtgewichtiges Screenshot Tool für Ubuntu

Screenshots zu erstellen ist heutzutage für die meisten Anwender gang und gäbe. Standardmäßig sind bereits einfache Anwendungen in den jeweiligen Distributionen integriert, wobei mir KSnapshot vom Funktionsumfang deutlich besser gefallen hat, als der Standard in Ubuntu, der kaum Möglichkeiten bietet.

Nun kann man sich natürlich überlegen wohl eines der populärsten Screenshot Tools, Shutter, zu installieren. Hier hat man extrem viele Möglichkeiten Screenshots aufzunehmen und vor allem anschließend zu bearbeiten. Auch eine Cloud-Anbindung ist vorhanden, dennoch war mir Shutter für ein paar Screenshots schon fast zu überladen.

Daher habe ich mir einmal Lookit installiert, welches von Zach Tibbitts entwickelt wurde und unter der GPLv2 steht. Man muss gleich dazu sagen, dass es bei weitem nicht so viele Funktionen wie Shutter enthält, doch die Kernfunktionen besitzt es und sind meiner Meinung nach auch gut umgesetzt. Bisher ist Lookit noch nicht in den Paketquellen zu finden, weshalb man hier  ein PPA hinzufügen muss (der übliche Hinweis, dass Fremdpakete die Stabilität und die Sicherheit das System gefährden, soll natürlich nicht unbeachtet bleiben):

sudo add-apt-repository ppa:lookit/ppa

sudo apt-get update && sudo apt-get install lookit

Nach dem Start nistet sich Lookit in die Symbolleiste mit ein, leider passt das Icon nicht zu den Standardicons von Ubuntu.



Insgesamt stehen 4 Möglichkeiten bei der Auswahl des Icons zur Verfügung:

  • Aufnahme eines bestimmten Bereiches auf dem Bildschirm
  • gesamter Bildschirm
  • das aktuelle Fenster aufnehmen
  • Verzögerung für die 3 oberen Punkte definieren, wann der Screenshot aufgenommen werden soll
In den Einstellungen findet man die weiteren Einstellungsmöglichkeiten, so ist es möglich die Bilder entweder in ein Verzeichnis zu speichern oder alternativ auf einen Bildhoster, bei dem man auswählen kann, dass die Bilder dann direkt nach dem Upload lokal gelöscht werden können, was sich bei wenig relevanten Bildern durchaus anbieten kann. Zusätzlich ist es möglich die Bilder direkt beim Upload z.B: für Twitter direkt mit is.gd verkürzen zu lassen.
Praktisch ist die Möglichkeit sich eigenständige Shortcuts für die jeweiligen Screenshotarten definieren zu können. (Standardmäßig sind diese mit Strg + Alt + 4,5,und 6 belegt, aber völlig frei konfigurierbar.
Der letzte Reiter lässt dem Benutzer die Auswahl, welche Möglichkeit des Uploads genutzt werden soll. Möglich sind:
  • FTP
  • SSH
  • Imgur
  • Omploader
  • CloudApp
Auswahl Upload
Nach dem Auslösen des Screenshots wird der Screenshot bei entsprechender Auswahl direkt hochgeladen und die URL in die Zwischenablage gelegt, zusätzlich bekommt man noch über das Standard-Notificationsmenü die Erfolgsmeldung.
Notification

Fazit

Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit dieser sehr schnellen Möglichkeit Screenshots zu erstellen. Sicherlich gibt es funktionsreichere Tools wie Shutter und sicher noch einige weitere, aber wer ein leichtgewichtiges Programm mit den wichtigsten Funktionen sucht und mit dem Standard unter Ubuntu nicht zufrieden ist, sollte mal einen Blick auf Lookit werden.

Zach Tibbitts

Veröffentlicht von

Patrick Meyhöfer

Ich liebe gute Software, die auf gut funktionierender Hardware läuft. Egal ob mobil oder am Desktop-OS. Früher nutzte ich fast ausschließlich Open-Source-Software, mittlerweile ist es ein Mix zwischen Mac und Linux - beide Welten haben ihre Vorzüge.

2 Gedanken zu „Lookit – einfaches und leichtgewichtiges Screenshot Tool für Ubuntu“

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