Everpad – Evernote unter Ubuntu nativ nutzen

Ich bin ein begeisterter Anhänger von Evernote. Mir ist zwar bekannt, dass es verschiedene andere Notizlösungen unter Ubuntu gibt, wie Tomboy oder der Port Gnote. Diese sind zwar sicherlich alle recht funktionsreich, jedoch überzeugt mich die weitgehende Plattformunabhängigkeit und Synchronisation der Notizen, sowohl auf Desktop OS, als auch bei den hervorragenden mobilen Apps. Umso mehr stört es allerdings, dass sich Evernote leider bisher nicht ordentlich unter Ubuntu nutzen ließ. Es gibt zwar die Möglichkeit mittels Wine Evernote zum Laufen zu bringen, jedoch ist das nicht gerade meine bevorzugte Methode, zumal dies wenig modern aussieht und sich merklich schlecht in die Oberfläche integriert.

Everpad

Daher bin ich umso erfreuter, dass es inzwischen eine brauchbare Alternative gibt, namens Everpad (aktuell Version 1.7).

Derzeit gibt es lediglich ein PPA und ist noch nicht in den offiziellen Quellen vertreten. Die Installation geht aber dann recht schnell von statten:

sudo add-apt-repository ppa:nvbn-rm/ppa 

sudo apt-get update
sudo apt-get install everpad

Anschließend startet ihr Everpad und werdet als erstes dazu aufgefordert die Authentifzierung über Evernote vorzunehmen. Danach beginnt Everpad direkt mit der Synchronisierung. In der neuen Version seht ihr jetzt auch typisch die entsprechende Fortschrittsanzeige, bis die Synchronisierung abgeschlossen ist. Ihr könnt sehr einfach neue Notizen anlegen, der Editor ist leider noch recht spartanisch.

everpad_note

Gut umgesetzt ist die Möglichkeit per Drag&Drop Dateien in Evernote abzulegen, in dem ihr sie auf das Evernote-Symbol schiebt. Funktioniert auch sehr gut. Abschließend findet ihr Everpad auch farblich passend in der Symbolleiste, bei der ihr einen schnellen Zugriff auf eure Notizen habt.

Ich kann euch nur raten Everpad einmal auszuprobieren, sofern ihr Evernote-Anhänger seid.

[via]

Patrick Meyhöfer

Ich liebe gute Software, die auf gut funktionierender Hardware läuft. Egal ob mobil oder am Desktop-OS. Früher nutzte ich fast ausschließlich Open-Source-Software, mittlerweile ist es ein Mix zwischen Mac und Linux - beide Welten haben ihre Vorzüge.

Das könnte auch interessant sein...

20 Antworten

  1. peter sagt:

    Hallo,

    kann man auf Evernote offline zugreifen (per Handy)? und Listen etc. erstellen, die dann bei der mächsten Internetverbindung gesynct werden?

    Danke!

  2. charly sagt:

    ja das kannst Du und noch viel mehr!

  3. charly sagt:

    Leider läuft Everpad bei mir unter 12.04 nicht, es startet einfach nicht 🙁

    • charly sagt:

      Inzwischen läuft es, es ist zwar nativ, aber es ist noch sehr rudimentär – keine PDF-Anzeige usw.
      Werds, als großer Fan von Evernote, mal drauf lassen und schaun, was da noch rauskommt.

  4. tomboy sagt:

    Kann man das Ganze über einen eigenen Server syncen?

  5. Bausparfuchs sagt:

    Es gibt schon lange eine native implementation namens nixnote, ehemals nevernote

  6. charly sagt:

    Nutze auch Nixnote schon seit langem, aber so richtig „schön“ ist das auch nicht gerade – Aussehen usw. und auch die PDF-Geschichte klappt nur bedingt. Mit der Version 1.3 ist es wieder ein bisschen besser.

    Aber ich werd mal eine Zeit lang beide nutzen, mal schaun wie die Entwicklung wird.

    Vom Styling gefällt mir Everpad fast besser, aber die Funktionen ….

  7. mac sagt:

    Leider kein Zugriff auf gesharete Notizbücher…Ist da noch was in Planung ?

  8. Malte sagt:

    Ich nutze das Evernote App von Chromium. Das kann ich mir dann als Starter in meine Unity Seitenleiste machen. Fühlt sich fast wie ein Evernote Programm an. Nur weniger intuitiv wie das Windows Evernote (Wine).

    Wahrscheinlich ist der Editor aber besser als bei Everpad (habe ich nicht getestet).

  9. Nazim sagt:

    Vielen Dank für diesen tollen Beitrag. Habe eben wie beschrieben Everpad installiert und warte nun, dass meine Notizen vollständig synchronisiert werden. Man kann nur hoffen, dass Canonical Evernote nativ einbinden wird.

  10. Vielen Dank für den Tipp. Bisher kannte ich nur Nixnote, aber das fand ich nie so richtig toll zumal es bei mir auch sehr träge lief.

    Everpade macht einen ganz soliden Eindruck, auch wenn natürlich noch vieles fehlt was die offiziellen Evernote Apps so mitbringen. Ich finde es wirklich schade, dass Evernote sich gegen einen offiziellen Linux Support ausspricht.

    Aber vielleicht ändert sich das in nächster Zeit, wenn Ubuntu Phone da ist und sie vielleicht so gezwungen sind, sich mit Ubuntu auseinander zu setzen.

  11. Tobias sagt:

    Funktioniert unter 12.04 leider gar nicht. Das Symbol erscheint zwar, gleichtzeitig aber auch eine Absturzmeldung.

    • Mika sagt:

      Hallo, ja, dasselbe bei mir; ich verwende Lubuntu 12.04. Jedesmal eine Absturzmeldung, wenn ich Einzelheiten anzeigen lassen, zeigt er mir „/usr/bin/everpad … executible path“ an. Im Menu erscheint „API version missmatch; please restart.“ Neustart bringt dann dasselbe Ergebnis. Gibt’s da Lösungen??
      Wäre super.

      Mika

  12. Wie kann man theoretisch das Repository wieder entfernen?

  13. Heino Apel sagt:

    Ich bin auch ein Fan von Evernote und nutze neuerdings auch ubuntu. Aber nach der Eingabe Deines ersten Befehls und dem Password sagt das System (12.04): Cannot access PPA … please check your internet connection (die ist aber in Ordnung). Kann es sein, dass ubuntu wegen der o.a. Probleme das wieder entfernt hat?

  1. 5. Februar 2013

    […] persönlich bin vollkommen zufrieden mit Evernote in Verbindung mit Everpad und benötige daher Tomboy […]

  2. 7. Februar 2013

    […] zu benutzen. Linuxuser müssen bis jetzt auf die Webversion zurückgreifen, für Ubuntu gibt es mit Everpad ein sehr spartanisches Programm, um Evernote in den Desktop […]

  3. 14. Oktober 2014

    […] aber dennoch unter Linux zu nutzen bin ich bei einer kurzen Suche über Patricks Blogbeitrag “Evernote nativ unter Linux nutzen” […]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *