Canonical reagiert auf Kritik und zeigt erste Verbesserungen bei der Shopping-Linse

Nachdem sich am Wochenende und den ersten Tagen der neuen Woche die Kritik über Mark Shuttleworths Vorhaben einer Integration einer Shopping-Linse in Ubuntu 12.10 mit Unity heftig entladen hat, beginnt nun recht schnell die Ausbesserung einiger Kritikpunkte, die ich ja bereits vor ein paar Tagen ausführlich aufgezeigt hatte.

Didier Roche, Softwareentwickler bei Canonical und mitverantwortlich für die technische Umsetzung der Shopping-Linse, hat sich bei Google+ zu Wort gemeldet und erste Fortschritte mittels eines Screenshots belegt.

Privatsphäre Unity

Wie man erkennen kann, wird es ein neuen Eintrag bei den Systemeinstellungen im Punkt Privatsphäre geben, bei dem der vielfach gewünschte Schalter für Aktivierung/Deaktivierung vorhanden ist. Gleichzeitig verkündet er, dass man die entsprechenden Änderungen auch für die Musik- und Video-Linse vorgenommen hat. Ebenfalls ist es wohl zukünftig möglich das ganze über die Unity – Einstellungen in gsettings abzustellen, zumindest wenn man dem aktuellen Quellcode Glauben schenken mag. (com.canonical.Unity.Lenses „remote-content-search“ auf none setzen). Erwarten können wir die endgültige Implementierung kurz nach der Veröffentlichung der Beta 2, die meines Wissens morgen laut Zeitplan erscheinen müsste. Die Einstellung wird auch nur sichtbar sein, sofern der Benutzer Unity installiert hat.

Nachdem ich mir noch einmal die Bugmeldungen für die neue Shopping-Linse bei Launchpad angeschaut habe, konnte ich auch erste Arbeiten bei dem wichtigen Thema Verschlüsselung feststellen. So kann man sehen, dass zukünftig https, statt http verwendet wird, die notwendigen Bibliotheken wurden ebenfalls eingebunden.

Weniger relevant ist der dritte Punkt, der eher designtechnischer Natur ist: Jetzt werden neben den Preisen auch ein zusätzliches Symbol angezeigt, welches die Kategorie des Vorschlags besser hervorheben soll, ob es sich gerade um eine Musik, ein Spiel oder ein sonstiges Gerät handelt.

Interessant bin ich, wie mit dem Wunsch umgegangen wird, dass nicht jugendfreie Inhalte angezeigt werden. Christoph hat das ja bereits sehr praxisnah und umfassend beschrieben, dass es durchaus problematisch ist, wenn man gewisse Suchbegriffe eingibt, die vielleicht so nicht beabsichtigt waren. Hier wäre ein entsprechender Filter, wie ihn Google & Co einsetzen durchaus hilfreich. Dies ist allerdings bisher nicht offiziell bestätigt, müssen wir also abwarten.

Insgesamt finde ich es positiv, aber auch dringend notwendig, dass Canonical schnellstmöglich auf die Bedenken reagiert auch wenn man nach wie vor streiten kann, ob die Funktion schon nach Feature Freeze noch unbedingt mit aufgenommen werden musste und man das ganze nicht seriöser in der kommenden Alpha hätte in Ruhe entwickeln können.

Patrick Meyhöfer

Ich liebe gute Software, die auf gut funktionierender Hardware läuft. Egal ob mobil oder am Desktop-OS. Früher nutzte ich fast ausschließlich Open-Source-Software, mittlerweile ist es ein Mix zwischen Mac und Linux - beide Welten haben ihre Vorzüge.

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2 Antworten

  1. lz8 sagt:

    Wichtig wäre lokaler Standard-Scope und Shopping in einer anderen Linse. Home-Linse heißt nun mal lokal (home).

  1. 27. September 2012

    […] (Via: OMG!Ubuntu, Softwareperlen) […]

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