Auf Google+ veranstaltet man öfter Hangouts unter dem Namen Ubuntu On Air, bei dem ab und an recht interessante Einblicke in die Ubuntu-Entwicklung und zu allgemeinen Themen gegeben wird. In der heute erschienenen Folge äußerte sich Canonical Kernel Team Manager Leann Ogasawara zu einer Überlegung, die schon öfter gefordert wurde: Ubuntu zu einer Rolling-Release-Distribution umzubauen.

Sie äußerte sich dahingehend, dass man intern über einen Wechsel der Veröffentlichungen neuer Versionen nachdenke. Nicht mehr die klassischen 6 Monate, sondern lediglich die LTS-Versionen als nächstes Release bringt. Die bisherigen Zwischenversionen würden dann einfach fortlaufend aktualisiert werden, ohne das man eine komplett neue Version herausbringt.
“We were talking about this idea of a rolling release, and by 14.04 to talk about going from LTS to LTS, getting rid of these interim releases.”
Ab dem 14.04 Release könnte dieses Modell bereits greifen. Dies ist das erste Mal, dass ich von einem offiziellen Mitglied bei Canonical diese Überlegungen höre. Mich persönlich würde es in jedem Fall freuen, da ich prinzipiell gerne die LTS-Versionen einsetze, allerdings die Zeitsprünge zwischen diesen mit neuen Versionen und Funktionen ungern verpasse.
Natürlich ist hier aber noch keine offizielle Entscheidung gefallen, es müsse erst einmal geprüft werden, wie dies mit dem Qualitätsanspruch bei Canonical und auch der User vereinbar wäre, denn eine fehlerhafte Software wäre ebenfalls das letzte, was man sich wünscht. Prinzipiell scheint man aber bereits daran zu testen, schließlich gibt es bereits seit dem 13.04 Release keine Alpha-Versionen mehr und setzt hier bereits auf automatische Testszenarien.
Abschließend hier noch das Video (ab 41:54). Was haltet ihr von der Idee einer Rolling Release Distribution für Ubuntu? [via]