Wie sicherlich der ein oder andere schon mitbekommen hat, ist gestern plangemäß die 2. Alpha – Version von Ubuntu erschienen. Diese bringt einige Verbesserungen mit sich. Bevor ich hier lange und breit berichte, haben die Kollegen von OMGUbuntu ein schönes Video mit den aktuellen Neuerungen an der Oberfläche gedreht.
Da das Video schon einiges aussagt und die meisten Neuerungen bekannt sind, hier nur nochmal als kurze Übersicht, was uns im April dann erwarten sollte:
- Linux-Kernel 3.2.2
- Rhythmbox ist der Standard-Musikplayer, allerdings noch ohne Anbindung an Ubuntu MusicStore (dieser soll erst mit der Portierung auf GTK3 erfolgen)
- LibreOffice 3.5, Beta 2
- Firefox und Thunderbird 10
- Unity 5.2 (ich berichtete die Neuerungen)
- die neue Menüoption HUD ist aktuell noch nicht fertig und wird wohl im Beta-Release landen
- Mehrere Bildschirme Optionen wurden verbessert
Alle zusätzlichen technischen Neuerungen, die nicht auf den ersten Blick sichtbar wurden, listet das Wiki von Ubuntu nochmal detailliert auf. Hier wird auch auf die Änderungen in den Abzweigen von Ubuntu, wie Kubuntu (jetzt mit KDE 4.8), Edubuntu & Co, sowie bekannte Bugs und Kernelinformationen berichtet.
Wer noch Bugs findet, wird gebeten, diese bitte in Launchpad direkt zu melden. Alle Alpha-Versionen von Ubuntu bis Xubuntu könnt ihr euch hier downloaden.
Zusätzlich der logische Hinweis bei einer Alpha-Version. Diese Version ist lediglich zum Testen, nicht zum produktiven Einsatz gedacht!
3. Februar 2012 um 09:21 Uhr
Interessant. Rhythmbox wird wieder Standardplayer? Ich benutze Ubuntu schon länger nicht mehr, aber ich weiß noch, als plötzlich auf Banshee umgestiegen wurde.
Mich würde interessieren, was der Grund für diesen Wiederumstieg ist. Ich denke, gerade bei so Programmen wie Medienplayern oder auch E-Mail-Software (Umstieg von Evolution auf Thunderbird) sollte man sich doch entscheiden und vielleicht auch über längere Zeit bei einer Software bleiben. Das freut auch den vielleicht technisch nicht so versierten Nutzer, der sich dann nicht nach jeder neuen Version an neue Bedienkonzepte gewöhnen muss.
Und Unity macht ja auch den Eindruck, dass da täglich neue Funktionen hinzukommen oder alte ersetzt werden, ich würde mir da ein bisschen mehr GNOME 3 wünschen, wo man sich nicht bei jedem neuen Release an neue Konzepte gewöhnen muss.
Aber das ist nur meine bescheidene Meinung, die ich gerne diskutieren würde. Schließlich sehe ich das alles doch nur von außen als Nutzer einer anderen Distribution.
3. Februar 2012 um 09:29 Uhr
Ich zitiere mal aus derStandard bzgl. der Entscheidung pro Rhythmbox:
http://derstandard.at/1319182121230/Precise-Pangolin-Ubuntu-1204-Banshee-raus-Mono-wahrscheinlich-auch?seite=3
Grundsätzlich stimme ich dir aber zu, das ständige Wechseln macht es nicht unbedingt besser.