Ubuntu 14.04 LTS Trusty Tahr: Wichtigsten Neuerungen im Video vorgestellt

Nachdem vor wenigen Tagen die neueste Beta-Version von Ubuntu 14.04 Trusty Tahr veröffentlicht worden ist, wollte ich nicht länger warten und habe sie mir auf mein Notebook gespielt. Da viele von euch die Neuerungen bisher vielleicht noch nicht weiter beachtet haben, zeige ich sie euch in einem kurzen Video, so kann jeder selbst einen Eindruck gewinnen was ihn am 17. April erwartet, wenn er das Update anwirft.

Ubuntu 14.04 LTS

Wie zu erwarten war haben die Entwickler keine riesige Vielfalt an neuen Funktionen in den Desktop gebracht. Seit Ubuntu vor etwas mehr als einem Jahr Ubuntu für Smartphones und Tablets ankündigte sind die Entwickler sehr stark damit beschäftigt Ubuntu für diesen riesigen Markt flott zu bekommen.

Wer keinen langen Text lesen will, schaut sich einfach das nachfolgende Video an um einen ersten kurzen Eindruck vom neuen Ubuntu zu bekommen.

Darunter soll dennoch nicht die Qualität der Desktop-Ausgabe leiden, da hier auch einiges in Bezug auf Geschwindigkeitsoptimierungen vorgenommen wird und das teilweise träge Unity langfristig davon auch profitieren dürfte. Dennoch sind aber glücklicherweise auch sinnvolle Neuerungen in der Desktop-Ausgabe hinzugekommen, die neben der langfristigen Unterstützung mit Sicherheitsupdates bis zum April 2019 auch den technischen Neuerungen Rechnung tragen.

So gefallen mir besonders die Neuerungen im Bereich SSDs und der direkten Unterstützung des TRIM-Befehls. Hier musste man endlich nachziehen, denn andere Systeme wie Windows oder Mac OS X bringen dies schon länger direkt mit. Früher musste man hier manuell tätig werden, damit die SSDs auch bei längerem Einsatz noch Spaß machten.

Zudem gibt es für alle Besitzer von neueren NVIDIA-Grafikkartenmit der Optimus-Technologie  ebenfalls gute Nachrichten zu vermelden. Denn mit Installation des Paketes nvidia-prime (wo der proprietäre Grafikkartentreiber von NVIDIA mit dem dazugehörigen Einstellungsmanager installiert wird) gibt es endlich die Möglichkeit direkt zu definieren, ob die Anwendung auf der leistungsstärkeren Grafikkarte oder der weniger energiehungrigen OnBoard Grafikkarte laufen zu lassen.

NVIDIA Optimus Ubuntu 14.04Ansonsten gibt es die üblichen kleineren Verbesserungen, die aber dennoch einen guten Eindruck hinterlassen.

  • HiDPI-Unterstützung für hochauflösende Displays
  • Unity Dash reagiert flüssiger
  • Neuer Anmeldebildschirm
  • Wechsel zwischen globalem Menü und Anwendungsmenü endlich möglich
  • Keine Fensterrahmen mehr
  • Programme können direkt über das Anwendungssymbol im Launcher minimiert werden (muss vorab aktiviert werden in Compiz)
  • Echtzeitaktualisierung der Fenster bei Änderung der Größe

Vieles mehr wird in den nächsten Tagen sicher auch noch in den offiziellen Release Notes und auch im Ubuntuusers Wiki zu lesen sein. Mein Eindruck nach ein paar Tagen ausprobieren ist durchaus positiv. Bei mir gab es keine auffälligen Bugs, für eine Beta lief Ubuntu 14.04 bereits sehr stabil und dürfte das Update auch von Ubuntu 12.04 wert sein. Weitere Screenshots zu den Neuerungen findet ihr zudem auch in dem ausführlichen Artikel von WebUpd8.

Habt ihr auch schon die neueste Ubuntu-Version ausprobiert und was haltet ihr von den Neuerungen?

LibreOffice 4.2 veröffentlicht: Neues Design mit Flat Icons

Bei Libre Office muss ich keinem mehr erklären, was man damit alles im Office Bereich machen kann. Für das Gros der Privatanwender völlig ausreichend und mit vielen Funktionen versehen, die man auch aus den großen kommerziellen Angeboten um Microsoft Office oder Lösungen von Apple kennt. Größtes Manko nach meiner Erfahrung waren in der letzten Zeit weniger die Funktionen, sondern das recht altbackene Design mit den bunten Icons.

Glücklicherweise scheine ich nicht der einzige gewesen zu sein und so wurde heute die neue Version 4.2 von LibreOffice veröffentlicht, die ein verändertes Design mit Flat Icons namens Sifr eingeführt. Durch das schlichte, moderne Design soll der Benutzer weniger vom Inhalt des Dokuments abgelenkt werden.

LibreOffice 4.2 Flat Design

In Ubuntu muss vorher noch das Paket libreoffice-style-sifr installiert werden. Anschließend könnt ihr im Menü unter Extras – Optionen – LibreOffice – Ansicht den Symbolstil auf Sifre stellen und solltet das Design aus dem oberen Screenshot sehen. Natürlich ist das bei weitem nicht alles, aber das ist für mich persönlich das Highlight, damit man mehr Lust bekommt auch mit LibreOffice zu arbeiten. Alle GNOME 3 Nutzer dürfen sich über eine bessere Integration freuen.

Gnome 3 LibreOffice 4.2 Integration

Aber auch alle Benutzer, die LibreOffice unter Windows einsetzen bekommen mit der neuesten Version einige wichtige Neuerungen spendiert. So gruppiert LibreOffice endlich die Anwendungsfenster ab Windows 7 und höher, wie man das aus den meisten Anwendungen inzwischen kennt. Außerdem werden jetzt auch die zuletzt benutzten Dokumente im Kontextmenü des Taskleisten Symbols angezeigt.

Daneben gibt es die üblichen Verbesserungen bei der generellen Geschwindigkeit und der Verbesserung der Interoperabilität mit den Microsoft OOXML-Dateien, insbesondere laut den Entwicklern beim DOCX -Format. Wer iOS verwendet kann nun wie die Android-Nutzer mit der App Impress Remote Control seine Präsentationen vom Smartphone aus steuern. Allerdings konnte ich die App noch nicht entdecken, bisher war sie nur im Beta-Status. Erste Eindrücke von der App gibt es aber direkt beim Entwickler im Blog.

Update 03.02.: Die iOS-App ist nun im App Store verfügbar.

LibreOffice Remote for Impress
LibreOffice Remote for Impress

Wer die Menge an Neuerungen einmal komplett durchlesen will, findet hier eine gute Übersicht.

[quelle]via Document Foundation[/quelle]

Droplr-Alternative für Linux: Fileshare

Schnell einen Screenshot aufnehmen und mit anderen teilen. Für diese kleine Aufgabe habe ich unter Windows und Mac sehr gerne Droplr genutzt, denn der gesamte Workflow war sehr angenehm. Unter Linux nutzte ich bisher das Allheilmittel Shutter. Dies bot zwar viele Funktionen und einen Upload zu einigen Bilderhosts und auch zu Lösungen wie Dropbox oder Ubuntu One, es waren aber immer mehrere Klicks notwendig bis das Bild dann endlich als Link in der Zwischenablage war.

Es musste also einfacher gehen, so ähnlich wie es Droplr machte (unter Mac und Windows konnte ich problemlos auf Monosnap wechseln). Es gibt zwar inoffizielle Clients für Droplr unter Linux, aber seitdem der Dienst kostenpflichtig ist brauchte ich eine vernünftige Alternative, möglichst natürlich Open-Source. Als erstes landet man bei ScreenCloud, die Clients für alle Betriebssysteme haben und prinzipiell eine ganz nette Lösung anbieten. Allerdings sind auch dort wieder Premiumfunktionen integriert, wo man nie weiß, ob sich der Dienst lange trägt und Open-Source ist der Client ebenfalls nicht.

Fileshare Droplr Alternative Linux

Meine perfekte Lösung habe ich schließlich in Fileshare gefunden. Der Client funktioniert so einfach wie ich mir das vorgestellt habe. Einmal die Zip-Datei geladen, entpackt und mittels

./build_deb.sh

das passende deb-Pkaet gebaut, welches sich anschließend problemlos beispielsweise unter Ubuntu installieren lässt. Das Programm ist schnell beschrieben. Es nistet sich in die typische Anwendungsleiste ein und man kann aus ihr direkt einen Bereich auswählen, aus dem ein Screenshot erstellt wird. Anschließend wird der erfasste Screenshot direkt beim Bildhoster imgur hochgeladen und der Link landet direkt in eurer Zwischenablage.

Es gibt keine großen Einstellungen und keine zusätzlichen Dienste in der Auswahl. Wer also lieber alles auf einem FTP-Server hätte oder in der Dropbox ist mit den eingangs beschriebenen Lösungen sicherlich besser bedient. Mir langt dieses aber vollkommen und ich bin mehr als zufrieden mit Fileshare.

Ebenfalls kann man sich den sogenannten File Grabber einblenden lassen. Dieser legt sich über alle anderen Fenster als kleines Quadrat in die rechte obere Ecke und ihr könnt dort einfach eure Datei von überall per Drag&Drop hereinziehen und die Datei wird ebenfalls hochgeladen und der Link in die Zwischenablage kopiert.

Die Funktionsweise ist im Video hier im Beitrag ebenfalls nochmal kurz verdeutlicht

Ubuntu Touch auf dem Meizu MX3 im Video

Dieses Jahr wird wichtig für Canonical und die generelle Entwicklung rund um Ubuntu Touch. Denn seit der offiziellen Ankündigung Ubuntu auf Smartphones und Tablets zu optimieren folgte lange Zeit eine Ungewissheit, ob das System auch tatsächlich im Handel gekauft werden kann und nicht einzig auf Android-Geräte geflasht werden muss. In diesem Falle wäre der große Entwicklungsaufwand in der letzten Zeit wohl bald auf Eis gelegt, da dies keinen finanziellen Gewinn bringen würde und das Ubuntu Edge leider an der Finanzierung scheiterte. Nachdem Mark Shuttleworth die Konferenz LeWeb in Paris im letzten Jahr besuchte, konnte er sichtlich stolz verkünden endlich den ersten Hardwarepartner gefunden zu haben.

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Finanzverwaltung GnuCash 2.6.0 erschienen

Heute ist nach langer Entwicklungszeit die Finanzsoftware GnuCash in der stabilen Version 2.6.0 erschienen. Die Neuerungen sind im Changelog einsehbar, ein paar habe ich folgend kurz zusammengefasst (bzw. hier in der Release Tour):

  • ein stabileres Backend mit weniger Abhängigkeiten
  • Datumswerte sind jetzt auch über März 2038 möglich
  • Dokumente können außerhalb von GnuCash mit Transaktionen verknüpft werden und im Standardprogramm geöffnet werden
  • Benutzerdefinierte Reports können gespeichert werden ohne diese erst umzubenennen
  • gesperrte Bücher sind von mehreren Personen lesbar (aber nicht von mehreren gleichzeitig beschreibbar)
  • GnuCash steht jetzt unter der GPL v2 oder höher und nicht ausschließlich unter v2

Ich hänge euch hier mal ein paar Screenshots der aktuellen Version an, damit ihr einen besseren Eindruck bekommt. Mir persönlich ist GnuCash fast schon zu mächtig, denn einen so detaillierten Überblick über meine Finanzen benötige ich nicht und meines Erachtens könnte die Optik an manchen Stellen eine Überarbeitung vertragen, dafür sind die gebotenen Funktionen reichhaltig.

Jeder muss selbst wissen ob er eine solch umfassende Finanzverwaltungssoftware wirklich benötigt, daher hier die wichtigsten Funktionen:

 Feature-Übersicht

  •     FinTS/HBCI Online-Banking
  •     Doppelte Buchführung
  •     Berichte, Diagramme
  •     Aktien-, Fonds-, Edelmetall- und Währungskonten
  •     Terminierte Buchungen
  •     Budgetverwaltung
  •     Geschäftsbuchführung
  •     Finanzrechner
  •     Verwaltung von Kunden, Lieferanten, Aufträgen, Rechnungen
  •     Import von QIF/OFX/MT940 Dateien

Wer unter Android unterwegs ist hilft zusätzlich noch die passende App, auch wenn diese nicht die vollständige Funktionalität der Desktopversion bieten kann.

GnuCash
GnuCash
Entwickler: GnuCash
Preis: Kostenlos

[button url=“http://sourceforge.net/projects/gnucash/files/gnucash%20%28stable%29/2.6.0/“ target=“blank“]Download GnuCash 2.6.0[/button]

[quelle] via UbuntuHandbook[/quelle]

Darktable 1.4 für Linux und Mac OS veröffentlicht

Unter Linux fehlte vor ein paar Jahren noch eine wirklich gute Alternative für Photographen, die weniger umfangreiche Bearbeitungsmöglichkeiten ala Photoshop bei ihren Bildern (häufig im RAW-Format) vornehmen wollten, sondern mehr auf eine gute Verwaltung und Nachproduktion ihrer Fotos Wert legten. Bekannte kommerzielle Vertreter in diesem Bereich sind vor allem Adobe Lightroom oder Apple Aperture. Während ich früher häufiger Lightzone nutzte, bin ich immer mehr mit Darktable unterwegs, welches ganz aktuell in der Version 1.4 mit neuen Funktionen veröffentlicht worden ist.

Darktable 1.4

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