Instant Server: Kostenloser Ubuntu 13.04 Server für 35 Minuten

Als ich das Angebot von Instant Server zum ersten Mal gelesen hatte war ich mir nicht sicher, ob es tatsächlich einen praktischen Anwendungszweck dafür gibt. Vielleicht kläre ich als erstes für alle die Frage: Was bietet Instant Server eigentlich? Ihr bekommt nach einer Registrierung mit einer Email-Adresse die Möglichkeit auf Knopfdruck einen kompletten Ubuntu-Server aufgesetzt zu bekommen.
Instant Server

Die technischen Spezifikationen lesen sich zunächst ganz ordentlich:

  • Ubuntu 13.04, 64-bit,
  • 614 MiB of RAM,
  • 8 GB Festplattenspeicher
  • Mikro-Instanz auf Amazons EC2 mit Juju im Hintergrund

Den einzigen großen Nachteil konntet ihr bereits der Überschrift entnehmen. Lediglich 35 Minuten Zeit haben wir für die Nutzung des Servers, anschließend wird der Server wieder vollständig zurückgesetzt, es sei denn man bezahlt für die weitere Nutzung, die aber doch recht teuer im Vergleich ist und sich wohl nur in wenigen Ausnahmefällen lohnen dürfte.

Aber die Betreiber liefern dann doch ein paar Punkte mit, für die sich auch ein 35 Minuten Server lohnen kann:

  • Ihr wollt von einem anderen Rechner schnell etwas testen
  • Ihr wollt schnell etwas installieren, aber das nicht extra auf eurem Produktivsystem testen
  • Ihr braucht ein ganz frisches System ohne angepasste Konfiguration
  • Ihr braucht Linux, habt aber beispielsweise gerade nur Windows zur Hand

Unter diesen Gesichtspunkten finde ich das Angebot von Instant Server empfehlenswert und sollte man bei einem entsprechenden Anwendungsfall im Hinterkopf behalten.

Veröffentlicht von

Patrick Meyhöfer

Ich liebe gute Software, die auf gut funktionierender Hardware läuft. Egal ob mobil oder am Desktop-OS. Früher nutzte ich fast ausschließlich Open-Source-Software, mittlerweile ist es ein Mix zwischen Mac und Linux - beide Welten haben ihre Vorzüge.

6 Gedanken zu „Instant Server: Kostenloser Ubuntu 13.04 Server für 35 Minuten“

  1. Hi, wo liegen die Vorteile im Vergleich zu Amazon EC2? Die Preise sind sehr günstig und können auch beliebig lange gespeichert werden. Man zahlt nur die Zeit, die der Server hochgefahren ist.

    1. Günstig vs. kostenlos ;) Natürlich ist EC2 günstig und sicher in vielen Fällen auch die bessere Option. Aber wenn ich zum Beispiel nur testen möchte, ob mein Script oder ein Programm funktioniert kann ich das hiermit auch schnell und leicht ausprobieren ohne jegliche Kosten.

      1. Der Vorteil liegt in meinen Augen ganz klar darin, dass diese Server schnell für eine mittelmäßige Anonymisierungslösung gebraucht werden können. Z.B. mittels Sshuttle.

  2. Meine Empfehlung ist : jiffybox.de. Hier gibt es „skalierbare virtuelle CloudServer On Demand“ in 5 Leistungsstufen; die kleinste Stufe bietet 2 GB Speicher, 75 GB SSD-Festplatte und 3 CPU-Kerne für 2 Euro-Cent die Stunde bzw. „eingefroren“ zu 0,5 Cent die Stunde. Jederzeit sofort anlegbar und jederzeit wieder kündbar. Betriebssysteme sind vorgefertigte Server-Images von CentOS, Debian, Fedora, OpenSuse und Ubuntu. Darauf lässt sich alles mögliche installieren, was die Repositories hergeben. Mit etwas Geschick und Kenntnissen lassen sich beliebige andere (oder auch eigene) Linux Derivate oder Versionen installieren.

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