Synergy aktuell kostenlos: Maus und Tastatur auf mehreren Geräten gleichzeitig nutzen

Ich habe hier zuhause einen ziemlich heterogenen Mix an verschiedenen Rechnern, Betriebssystemen und Monitoren. Ein Windows PC zum Spielen nebenbei, sowie für ein paar Spezialprogramme, einen iMac der mein überwiegendes Produktivgerät für Grafikbearbeitung, Videoschnitt und die typischen Office Aufgaben, sowie ein Ubuntu Notebook, an dem überwiegend entwickelt wird. Das meiste könnte man sicherlich auch an einem Gerät machen, aber ich mag es gerne getrennt und habe den Luxus mir das jeweilige System aussuchen zu können, auf dem ich die jeweilige Aufgabe am besten erledigen kann.

Etwas nervig kann es hierbei sein, wenn ich mehrere Geräte parallel betreiben möchte, denn jedes benötigt seine eigenen Peripheriegeräte mit Maus und Tastatur, was bei 3 Geräten dann nervig ist. Schöner ist es, wenn man mit einem Set von Tastatur und Maus alle Geräte steuern kann. Genau dafür gibt es die schon recht alte Open Source Lösung Synergy.

Synergy GUI

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Blog Software Ghost in Version 0.7 veröffentlicht: Kommt mit neuem Design

Vor etwa 2 Jahren berichtete ich von einer neuen Blog-Software namens Ghost, die sich über Kickstarter sehr erfolgreich finanziert hat und für jeden als Open Source Lösung auf GitHub verfügbar ist. Als Alternative zum Platzhirsch WordPress, welches mir für meine Bedürfnisse oft schon zu viele Funktionen besitzt, bietet Ghost eine aufgeräumte, schlanke Oberfläche mit den wichtigsten Funktionen zum Bloggen.

Die Entwicklung ist zwar langsamer als bei WordPress, dennoch sind die Entwickler stetig dabei neue Funktionen hinzuzufügen. So habe die Entwickler in den letzten Versionen auf die Wünsche der Benutzer gehört und schrittweise Funktionen ergänzt, u.a.

  • FeaturedPosts
  • SEO-Einstellungsmöglichkeiten
  • Tags
  • Möglichkeit einfach Menüs zu erstellen

In den letzten Tagen wurde nun die Version 0.7 veröffentlicht und diese bringt nun die erste größere Überarbeitung der Admin-Oberfläche und damit einhergehend auch eine bessere Unterstützung für die Bearbeitung auf mobilen Geräten.

Ghost Admin Oberfläche 0.7

Dabei ist die Navigation von oben auf die linke Seite gewandert, da ihnen laut Angaben bald der Platz für neue Funktionen ausgeht, wenn diese oben geblieben wäre. Für mich sieht das ganze auch frischer aus und orientiert sich mehr an vielen klassischen Desktopanwendungen.

Was für mich noch wichtiger ist allerdings die endlich integrierte Suche nach den geschriebenen Beiträgen. Bisher konnte man lediglich durch die letzten Beiträge scrollen, allerdings war dies sehr schnell sehr unübersichtlich, wenn man viele Beiträge hatte.

Ghost 0.7 Suche nach alten Posts

Zum Schluss verraten die Entwickler noch einen Praxis-Tipp zum schnellen Editieren eines Beitrags, wenn ihr beispielsweise einen Tippfehler entdeckt. Hängt einfach an die Beitrags-URL ein /edit an und scheint seid ihr im Bearbeiten-Modus.

Persönlich fehlen mir immer noch ein paar wichtige Funktionen. Warum beispielsweise die Suchfunktion noch nicht im Standard-Theme Caspar von Ghost integriert worden ist, oder es noch keine zeitliche Planung von Beiträgen gibt, erschließt sich mir nicht. Dennoch ist der Editor mit dem Markdown-Ansatz immer noch klasse gelöst und gefällt mir deutlich besser als bei WordPress. Zudem ist die Geschwindigkeit beim Laden der Webseite spürbar schneller als bei WordPress (könnt ihr hier einmal bei meiner Testinstallation vergleichen).

Wer also eine schlanke Alternative zum Bloggen sucht der sollte sich Ghost ruhig einmal anschauen. Das größte Hindernis für den Durchschnittsnutzer dürfte allerdings die Voraussetzung von Node.js sein, was in den wenigsten Webhosting-Paketen dabei ist. Alternativ kann man ein Hosting-Angebot der Entwickler abschließen, wodurch sich auch die Weiterentwicklung der Plattform finanziert.

[quelle]Quelle: Ghost Blog[/quelle]

Wiederherstellungspunkte unter Linux mit Systemback

Letztens fragte mich ein Windows Umsteiger, ob es denn unter Linux etwas ähnliches wie die Wiederherstellungspunkte unter Windows gibt. Er macht zwar regelmäßig Backups von seinem home-Verzeichnis und anderen wichtigen Verzeichnissen und war auch soweit zufrieden, dennoch gefiel ihm diese Funktion aus Windows im Bedarfsfall bei einer fehlerhaften Konfiguration oder zu viel installiertem Müll bei Bedarf einfach zurückspringen zu können. Also habe ich mal kurz recherchiert und bin dann bei dem funktionsreichen Programm Systemback gelandet.

Systemback Oberfläche
Die Installation muss leider über ein PPA von Launchpad erfolgen, da Systemback nicht in den Paketquellen liegt. Wer damit aber kein Problem hat bekommt das Programm über die gewohnten drei Befehle schnell auf den Rechner:

sudo add-apt-repository ppa:nemh/systemback
sudo apt-get update
sudo apt-get install systemback

Zudem muss das Programm mit Root-Rechten gestartet werden, also ein

sudo -H systemback

startet dann schlussendlich die Oberfläche, wie sie im oberen Bild zu sehen ist. Von dort habt ihr natürlich als erstes die Möglichkeit einfach einen Wiederherstellungspunkt zu erstellen über Create new (Leider gibt es aktuell keine deutsche Übersetzung des Programms, aber man findet sich auch so ganz gut zurecht).

Sobald mindestens ein Wiederherstellungspunkt erstellt worden ist (kann ein wenig dauern) sehr ihr auf der linken Seite dann nach Datum geordnet die unterschiedlichen Punkte und könnt dann über die Auswahl eines dieser Punkte direkt über System restore zu diesem Punkt zurückspringen und alle Änderungen bis zum heutigen Datum rückgängig machen. Lief bei mir problemlos im Test, aber man sollte sich natürlich bewusst sein, dass man hier vielleicht auch Einstellungen/Daten verliert, die man noch benötigt, also vorher mal die Daten separat sichern kann nicht schaden.

Doch Wiederherstellungspunkte sind nicht die einzige Funktion, die Systemback zu bieten hat. Eine weitere Funktion ist das Erstellen von Live-Abbildern eures aktuellen Systems, wo ihr dann noch einige Einstellungen tätigen könnt. So ist beispielsweise konfigurierbar, ob ihr auch eure benutzerbezogenen Daten von eurem System mit in das Live-System für euren USB-Stick oder DVD integrieren wollt.

Systemback Livesystem erstellen

Zudem könnt ihr auch ein vollständiges System auf eine andere Festplatte oder Partition kopieren, was durchaus nützlich sein kann bei Tausch von einer Festplatte auf SSD oder ähnlichem.

Systemback: System kopieren

Generell hat mir Systemback gut gefallen, bei meinem Bekannten ist es jetzt eine Weile im Einsatz und er hatte noch keine Beschwerden und erfreut sich seiner Wiederherstellungspunkte (ob man sie wirklich braucht steht auf einem anderen Blatt). Könnt ihr euch bei Bedarf also ruhig einmal ansehen, zumal das ganze auch aktuell weiterentwickelt wird und unter der GPL v3 lizenziert ist.

Battery Time Remaining: Verbleibende Restlaufzeit des Mac-Akku auf einen Blick

Kurzer Tipp für alle Mac-Nutzer, die es ebenfalls stört keine verbleibende Restlaufzeit des Akkus ihrer MacBooks mehr in der Statusleiste zu sehen. Diese wurde schon in Mac OS 10.8 in das Kontextmenü verbannt, sodass man diese nur noch sieht, wenn man halt explizit auf das Akku-Symbol klickt. Das frühere Verhalten der entsprechenden Anzeige kann man sich einfach zurückholen mit Battery Time Remaining.

Battery Time Reamining v2

Macht genau was es soll und zeigt diese Restlaufzeit wieder auf einen Blick in der Statusleiste an. Daneben gibt es noch ein paar weitere einblendbare Informationen über Temperatur, Ladezyklen und Stromverbrauch, jedoch könnt ihr dies auch ausblenden. Zudem könnt ihr euch noch eine Benachrichtigung senden lassen, wenn der Akku eine kritische Schwelle unterschreitet.

Die App gibt es entweder im App Store oder auf der Github Seite, wo der Quellcode einsehbar ist. Wer die Anzeige der Restlaufzeit vermisst hat, sollte sich ruhig einmal Battery Time Remaining v2 anschauen.

Battery Time Remaining v2
Battery Time Remaining v2
Entwickler: Han Lin Yap
Preis: 2,29 €

[quelle]via Journalisten Tools[/quelle]

ownCloud 7: Die wichtigsten Neuerungen im Überblick

Sollte alles nach Zeitplan verlaufen wird heute, am 23. Juli, planmäßig die nächste Version 7 von ownCloud veröffentlicht. Gab es an den ersten frühen Versionen häufiger etwas zu kritisieren (u.a. Probleme beim Sync-Client) hat sich ownCloud meiner Meinung nach sehr stark entwickelt. Es gibt zwar immer noch einige, die den Entwicklern vorwerfen zu viele Funktionen einzubauen und sich lieber auf die Stabilität und Verlässlichkeit der Kernfunktionen eines solchen Angebots zu konzentrieren, dennoch beeindruckt mich das Entwicklungstempo mit dem in jeder Version immer neue sinnvolle Funktionen Einzug halten.

Ich habe mir die neueste Version einmal installiert und die wichtigsten Neuerungen aus meiner Sicht zusammengefasst:

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 Teilen über Servergrenzen hinweg

In den Einstellungen gibt es jetzt die Möglichkeit Ordner freizugeben und in einer anderen ownCloud Instanz wieder einzubinden, sodass die Dateien zwischen den zwei Installationen automatisch synchronisiert werden. Man benötigt demzufolge auch keine Benutzer auf dem entfernten Server mehr um sich gegenseitig Dateien auszutauschen.

ownCloud Teilen über Servergrenzen

Verbesserte Funktionen beim Teilen von Dateien und Ordnern

Die Entwickler haben einiges getan, damit der gesamte Prozess rund um das Teilen von Dateien flexibler ist und zudem leichter von der Hand geht. So kann man zum einen direkt einsehen, welche Dateien ich an einen Benutzer oder eine Gruppe in ownCloud geteilt habe, oder welche Dateien aktuell per Link freigegeben sind.  Zudem gibt es eine neue Option beim Teilen von Links. So ist es jetzt möglich festzulegen, dass ein Passwort beim Teilen eines Links vergeben werden muss.

Auswahl_003

ownCloud 7 Daten teilen

Microsoft Word Dokumente importieren und über die Dokumenten App bearbeiten

In der letzten ownCloud Version hatte man sich ein wenig an Google und Microsoft orientiert, die in ihren Cloud-Lösungen ihre jeweiligen Office-Varianten anbieten und somit direkt im Browser Dokumente erstellen und mit mehreren Personen bearbeiten können. Mit ownCloud 6 kam die Erstellung von odt-Dateien im Browser inklusive der bekannten Kollaborationsmöglichkeiten. Dies funktionierte bei mir auch recht ordentlich, dennoch sind die Microsoft Office Formate natürlich ebenfalls weit verbreitet und so baut man auch hierfür eine erste Unterstützung ein.

Dafür benötigt man allerdings auf dem Server (oder einem entfernten Rechner) ein installiertes LibreOffice, welches die eigentliche Konvertierung der Dokumente übernimmt. Das klappte in meinem Test so halbwegs. Einige Formatierungen wurden korrekt übernommen, aber längst nicht alles.

ownCLoud 7 Microsoft Office

ownCloud 7 Microsoft WordownCloud 7 Microsoft Word
links das importierte Dokument in ownCloud, rechts das Original aus Microsoft Office

 Mehr Optionen bei den Aktivitäten

In den Aktivitäten loggt ownCloud alle möglichen Aktionen, die ihr bzw. die Benutzer auf dem Server durchgeführt haben. Jetzt seid ihr hier ein wenig flexibler und könnt selbst festlegen, welche Aktivitäten hier genau erscheinen sollen (u.a. wenn eine Datei/Ordner mit mit geteilt worden ist, wenn Dateien geändert oder gelöscht worden). Zudem könnt ihr euch darüber auch per Email in selbst festgelegten Intervallen benachrichtigen lassen.

ownCloud 7 Benachrichtigungen

Sonstiges in Kurzform

  • Es wurde wieder fleißig an der Benutzeroberfläche geschraubt und sie soll wieder einmal etwas schneller sein (sowohl die Synchronisation dank einem neuen Mechanismus für parallelen Up- und Download, als auch die Oberfläche selbst) dank mehr statischen CSS und JavaScript Dateien
  • Dateien können direkt im Webbrowser sortiert werden nach Name, Größe und letztmaliges Bearbeitungsdatum
  • Die Weboberfläche ist jetzt auch für mobile Geräte optimiert, die keine App besitzen (z.B: BlackBerry oder Windows Phone)
  • Benutzerverwaltung wurde deutlich überarbeitet

ownCloud 7 Benutzerverwaltung

Den Rest findet ihr wie immer in den entsprechenden Release Notes (inklusive einiger weiterer Bilder), die in der Quelle verlinkt ist. Insgesamt macht ownCloud für mich weiterhin einen guten Eindruck. Wer seine eigene Cloud mit vielen Zusatzfunktionen haben will, kommt nur schwer an ownCloud vorbei. Für den reinen Datenaustausch gibt es aber natürlich dennoch auch erwähnenswerte Alternativen wie Seafile, Syncthing (oder das bekanntere, wenn auch nicht Open Source, BitTorrent Sync), oder natürlich auch die NAS Lösungen mittels Synology, FreeNAS & Co.

[quelle]Quelle ownCloud [/quelle]

Cryptonite: Android App um verschlüsselte Container mittels EncFS und Truecrypt zu erstellen und zu lesen

Ich war letztens auf der Suche meine Daten aus der Dropbox, die mittels EncFS verschlüsselt sind, auf meinem Android Gerät lesend aufzurufen. Bisher nutzte ich unterwegs ab und an den Dienst EncFSAnywhere, allerdings ist dies mobil eher suboptimal und eine native App natürlich viel angenehmer.

Empfehlen kann ich euch diesbezüglich Cryptonite, denn diese Android App ermöglicht euch lesenden und schreibenden Zugriff auf eure verschlüsselten Daten in der Dropbox und auf eurem Telefon. Einen Designpreis gewinnt die App zwar nicht, aber sie hat in meinem Test reibungslos funktioniert und ist zudem Open Source, was bei Verschlüsselung für mich eines der wichtigsten Kriterien ist.

Ihr könnt der App entweder Zugriff auf eure gesamte Dropbox geben, oder alternativ nur auf einen einzigen Ordner. Zudem könnt ihr auch neue Ordner mit verschiedenen Verschlüsselungsmethoden erstellen.

Truecrypt Container sind auf gerooteten Smartphones ebenfalls möglich, allerdings muss man sich hierfür in das Terminal begeben, weshalb hier der Weg über EncFS deutlich angenehmer sein dürfte.

[quelle] via OTW [/quelle]