1 Jahr Blogpause – Die Gründe und wie geht es weiter?

Wer den Blog verfolgt hat es sicher mitbekommen. Mein letzter Beitrag ist exakt ein Jahr her und seitdem ist es verdammt ruhig geworden. Die Gründe dafür möchte ich euch kurz erklären und dann noch einen kurzen Ausblick geben, wie es hier weitergeht.

iMac Homeoffice

Dieses Blog habe ich während meines Studiums erstellt und habe damals sehr viele Newsseiten zum Thema Linux im RSS-Reader abonniert, insbesondere die Entwicklung rund um Ubuntu und generell Open Source war für mich immer spannend. Es hat sich viel getan, es gab kontroverse Diskussionen (Integration von Amazon in der Suche bei Ubuntu), umstrittene aber spannende Neuerungen um Ubuntu (vor allem Unity), zum Schluss die Konzentration auf mobile Plattformen bzw. einem ganzheitlichen Ansatz für alle Plattformen.

Doch das hat sich massiv geändert. Die interessanten Änderungen im Desktop sind extrem rar geworden, schon für Ubuntu 13.04 schrieb ich damals:

Canonical legt mit Ubuntu 13.04 ein gut funktionierendes Release vor. Es enthält allerdings keinerlei wesentliche Neuerungen, die ein Upgrade zwingend erforderlich oder auch nur besonders attraktiv machen würden.

Auch mit Ubuntu 14.04, welches ich aktuell einsetze tat sich für die Entwicklungszeit verhältnismäßig sehr wenig, die Neuerungen (hier im Video zusammengefasst) waren überschaubar. Es versprach zunächst damals spannend zu werden, als man eine Alternative für alle mobilen Plattformen entwickeln wollte. Doch für meinen Teil verlor ich zunehmend das Interesse an der weiteren Entwicklung von Ubuntu, denn auf dem Desktop tat sich trotz mehrere Releases fast gar nichts mehr (z.B. Ubuntu 15.04 brachte größtenteils außer aktualisierter Pakete kaum sehenswerte Neuerungen), sehr viele Entwicklungsressourcen flossen in die mobile Entwicklung. Dennoch hat sich die Auslieferung erster Ubuntu Smartphones stark verzögert und haben mich zudem auch eher enttäuscht, da kaum mehr als das absolut notwendige darauf läuft.

Für mich gab es also kaum etwas zu berichten, was für dieses Blog interessant war. Sicherlich ging es hier nie nur um Ubuntu, sondern auch viel um Open Source Software im Allgemeinen, jedoch war für mich immer ein Schwerpunkt auf Ubuntu, da ich es selbst aktiv einsetzte. Inzwischen habe ich allerdings keine Motivation mehr über solche marginalen Neuerungen zu berichten, zudem meine Zeit als Festangestellter auch deutlich weniger ist.

Wie geht es nun weiter?

Diese Frage habe ich mir auch nun bald ein Jahr gestellt und muss gestehen, dass ich noch keine komplett sichere Antwort habe. Einfach aufgeben werde ich den Blog nicht, einige Beiträge werden noch häufig gesucht und sind vielleicht für den einen oder anderen eine gute Hilfe. Vom Thema Ubuntu und Open Source allgemein werde ich mich aber wohl mehr lösen, denn das Thema find ich zwar immer noch spannend, aber die wirklich spannenden Neuerungen, die mir begegnen sind inzwischen selten geworden.

Da die Domain des Blogs ja eh auf einen persönlichen Blog hindeutet und weniger auf Tipps zu Software und Linux werde ich wohl einfach auch mehr persönliche Themen mit einfließen lassen. Natürlich bin ich mir bewusst, dass die noch verbliebenen Leser das vielleicht nicht mehr interessiert, aber damit muss ich wohl leben. Schaut einfach gerne nochmal in der nächsten Zeit vorbei, ich versuche wieder etwas mehr Inhalt zu bringen und falls es doch nochmal interessante Sache rund um Ubuntu und Linux zu berichten gibt, dann könnt ihr das auch hier lesen, aber erwartet da zumindest in nächster Zeit nicht zu viel.

Wiederherstellungspunkte unter Linux mit Systemback

Letztens fragte mich ein Windows Umsteiger, ob es denn unter Linux etwas ähnliches wie die Wiederherstellungspunkte unter Windows gibt. Er macht zwar regelmäßig Backups von seinem home-Verzeichnis und anderen wichtigen Verzeichnissen und war auch soweit zufrieden, dennoch gefiel ihm diese Funktion aus Windows im Bedarfsfall bei einer fehlerhaften Konfiguration oder zu viel installiertem Müll bei Bedarf einfach zurückspringen zu können. Also habe ich mal kurz recherchiert und bin dann bei dem funktionsreichen Programm Systemback gelandet.

Systemback Oberfläche
Die Installation muss leider über ein PPA von Launchpad erfolgen, da Systemback nicht in den Paketquellen liegt. Wer damit aber kein Problem hat bekommt das Programm über die gewohnten drei Befehle schnell auf den Rechner:

sudo add-apt-repository ppa:nemh/systemback
sudo apt-get update
sudo apt-get install systemback

Zudem muss das Programm mit Root-Rechten gestartet werden, also ein

sudo -H systemback

startet dann schlussendlich die Oberfläche, wie sie im oberen Bild zu sehen ist. Von dort habt ihr natürlich als erstes die Möglichkeit einfach einen Wiederherstellungspunkt zu erstellen über Create new (Leider gibt es aktuell keine deutsche Übersetzung des Programms, aber man findet sich auch so ganz gut zurecht).

Sobald mindestens ein Wiederherstellungspunkt erstellt worden ist (kann ein wenig dauern) sehr ihr auf der linken Seite dann nach Datum geordnet die unterschiedlichen Punkte und könnt dann über die Auswahl eines dieser Punkte direkt über System restore zu diesem Punkt zurückspringen und alle Änderungen bis zum heutigen Datum rückgängig machen. Lief bei mir problemlos im Test, aber man sollte sich natürlich bewusst sein, dass man hier vielleicht auch Einstellungen/Daten verliert, die man noch benötigt, also vorher mal die Daten separat sichern kann nicht schaden.

Doch Wiederherstellungspunkte sind nicht die einzige Funktion, die Systemback zu bieten hat. Eine weitere Funktion ist das Erstellen von Live-Abbildern eures aktuellen Systems, wo ihr dann noch einige Einstellungen tätigen könnt. So ist beispielsweise konfigurierbar, ob ihr auch eure benutzerbezogenen Daten von eurem System mit in das Live-System für euren USB-Stick oder DVD integrieren wollt.

Systemback Livesystem erstellen

Zudem könnt ihr auch ein vollständiges System auf eine andere Festplatte oder Partition kopieren, was durchaus nützlich sein kann bei Tausch von einer Festplatte auf SSD oder ähnlichem.

Systemback: System kopieren

Generell hat mir Systemback gut gefallen, bei meinem Bekannten ist es jetzt eine Weile im Einsatz und er hatte noch keine Beschwerden und erfreut sich seiner Wiederherstellungspunkte (ob man sie wirklich braucht steht auf einem anderen Blatt). Könnt ihr euch bei Bedarf also ruhig einmal ansehen, zumal das ganze auch aktuell weiterentwickelt wird und unter der GPL v3 lizenziert ist.

Battery Time Remaining: Verbleibende Restlaufzeit des Mac-Akku auf einen Blick

Kurzer Tipp für alle Mac-Nutzer, die es ebenfalls stört keine verbleibende Restlaufzeit des Akkus ihrer MacBooks mehr in der Statusleiste zu sehen. Diese wurde schon in Mac OS 10.8 in das Kontextmenü verbannt, sodass man diese nur noch sieht, wenn man halt explizit auf das Akku-Symbol klickt. Das frühere Verhalten der entsprechenden Anzeige kann man sich einfach zurückholen mit Battery Time Remaining.

Battery Time Reamining v2

Macht genau was es soll und zeigt diese Restlaufzeit wieder auf einen Blick in der Statusleiste an. Daneben gibt es noch ein paar weitere einblendbare Informationen über Temperatur, Ladezyklen und Stromverbrauch, jedoch könnt ihr dies auch ausblenden. Zudem könnt ihr euch noch eine Benachrichtigung senden lassen, wenn der Akku eine kritische Schwelle unterschreitet.

Die App gibt es entweder im App Store oder auf der Github Seite, wo der Quellcode einsehbar ist. Wer die Anzeige der Restlaufzeit vermisst hat, sollte sich ruhig einmal Battery Time Remaining v2 anschauen.

Battery Time Remaining v2
Battery Time Remaining v2
Entwickler: Han Lin Yap
Preis: 2,29 €

[quelle]via Journalisten Tools[/quelle]

ownCloud 7: Die wichtigsten Neuerungen im Überblick

Sollte alles nach Zeitplan verlaufen wird heute, am 23. Juli, planmäßig die nächste Version 7 von ownCloud veröffentlicht. Gab es an den ersten frühen Versionen häufiger etwas zu kritisieren (u.a. Probleme beim Sync-Client) hat sich ownCloud meiner Meinung nach sehr stark entwickelt. Es gibt zwar immer noch einige, die den Entwicklern vorwerfen zu viele Funktionen einzubauen und sich lieber auf die Stabilität und Verlässlichkeit der Kernfunktionen eines solchen Angebots zu konzentrieren, dennoch beeindruckt mich das Entwicklungstempo mit dem in jeder Version immer neue sinnvolle Funktionen Einzug halten.

Ich habe mir die neueste Version einmal installiert und die wichtigsten Neuerungen aus meiner Sicht zusammengefasst:

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 Teilen über Servergrenzen hinweg

In den Einstellungen gibt es jetzt die Möglichkeit Ordner freizugeben und in einer anderen ownCloud Instanz wieder einzubinden, sodass die Dateien zwischen den zwei Installationen automatisch synchronisiert werden. Man benötigt demzufolge auch keine Benutzer auf dem entfernten Server mehr um sich gegenseitig Dateien auszutauschen.

ownCloud Teilen über Servergrenzen

Verbesserte Funktionen beim Teilen von Dateien und Ordnern

Die Entwickler haben einiges getan, damit der gesamte Prozess rund um das Teilen von Dateien flexibler ist und zudem leichter von der Hand geht. So kann man zum einen direkt einsehen, welche Dateien ich an einen Benutzer oder eine Gruppe in ownCloud geteilt habe, oder welche Dateien aktuell per Link freigegeben sind.  Zudem gibt es eine neue Option beim Teilen von Links. So ist es jetzt möglich festzulegen, dass ein Passwort beim Teilen eines Links vergeben werden muss.

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ownCloud 7 Daten teilen

Microsoft Word Dokumente importieren und über die Dokumenten App bearbeiten

In der letzten ownCloud Version hatte man sich ein wenig an Google und Microsoft orientiert, die in ihren Cloud-Lösungen ihre jeweiligen Office-Varianten anbieten und somit direkt im Browser Dokumente erstellen und mit mehreren Personen bearbeiten können. Mit ownCloud 6 kam die Erstellung von odt-Dateien im Browser inklusive der bekannten Kollaborationsmöglichkeiten. Dies funktionierte bei mir auch recht ordentlich, dennoch sind die Microsoft Office Formate natürlich ebenfalls weit verbreitet und so baut man auch hierfür eine erste Unterstützung ein.

Dafür benötigt man allerdings auf dem Server (oder einem entfernten Rechner) ein installiertes LibreOffice, welches die eigentliche Konvertierung der Dokumente übernimmt. Das klappte in meinem Test so halbwegs. Einige Formatierungen wurden korrekt übernommen, aber längst nicht alles.

ownCLoud 7 Microsoft Office

ownCloud 7 Microsoft WordownCloud 7 Microsoft Word
links das importierte Dokument in ownCloud, rechts das Original aus Microsoft Office

 Mehr Optionen bei den Aktivitäten

In den Aktivitäten loggt ownCloud alle möglichen Aktionen, die ihr bzw. die Benutzer auf dem Server durchgeführt haben. Jetzt seid ihr hier ein wenig flexibler und könnt selbst festlegen, welche Aktivitäten hier genau erscheinen sollen (u.a. wenn eine Datei/Ordner mit mit geteilt worden ist, wenn Dateien geändert oder gelöscht worden). Zudem könnt ihr euch darüber auch per Email in selbst festgelegten Intervallen benachrichtigen lassen.

ownCloud 7 Benachrichtigungen

Sonstiges in Kurzform

  • Es wurde wieder fleißig an der Benutzeroberfläche geschraubt und sie soll wieder einmal etwas schneller sein (sowohl die Synchronisation dank einem neuen Mechanismus für parallelen Up- und Download, als auch die Oberfläche selbst) dank mehr statischen CSS und JavaScript Dateien
  • Dateien können direkt im Webbrowser sortiert werden nach Name, Größe und letztmaliges Bearbeitungsdatum
  • Die Weboberfläche ist jetzt auch für mobile Geräte optimiert, die keine App besitzen (z.B: BlackBerry oder Windows Phone)
  • Benutzerverwaltung wurde deutlich überarbeitet

ownCloud 7 Benutzerverwaltung

Den Rest findet ihr wie immer in den entsprechenden Release Notes (inklusive einiger weiterer Bilder), die in der Quelle verlinkt ist. Insgesamt macht ownCloud für mich weiterhin einen guten Eindruck. Wer seine eigene Cloud mit vielen Zusatzfunktionen haben will, kommt nur schwer an ownCloud vorbei. Für den reinen Datenaustausch gibt es aber natürlich dennoch auch erwähnenswerte Alternativen wie Seafile, Syncthing (oder das bekanntere, wenn auch nicht Open Source, BitTorrent Sync), oder natürlich auch die NAS Lösungen mittels Synology, FreeNAS & Co.

[quelle]Quelle ownCloud [/quelle]

Revisions für Mac: Dateiversionen in der Dropbox einfach einsehen, vergleichen und zurückspielen

Die meisten der großen Speicheranbieter in der Cloud sind zwar in Sachen Preiskampf Dropbox weit voraus, dennoch hat Dropbox bei mir, als erster Cloud-Speicher den ich nutzte, immer noch die Nase vorne. Einerseits habe ich damals einiges an Gratisspeicher gesammelt, zum anderen sind halt so gut wie alle wichtigen Apps und Programme bei mir mit der Dropbox verknüpft. Eine andere nette Funktion sind noch die automatisch erstellten Dateiversionen von Dropbox.

Mit einem Klick in der Weboberfläche könnt ihr innerhalb von 30 Tagen (gegen Bezahlung geht es auch länger) beliebige Versionsstände zurücksichern. Falls ihr also eine defekte Datei habt genügt ein Blick bei Dropbox und ihr stellt die Datei wieder auf all euren Geräten auf den alten Stand zurück. Wer viel mit dieser Funktion arbeitet und den Mac nutzt kann sich auch einmal die kostenlose Software Revisions ansehen.

Revisions Dropbox

Die Einrichtung geht schnell vonstatten. Zu Beginn müsst ihr natürlich Revisions die Berechtigung auf euer Konto geben, damit die Dateien und insbesondere die Versionsstände eurer Dateien eingelesen werden können. Danach werden die Dateien auch schon eingelesen, wobei die gesamte Dropbox, wenn sie bei euch recht groß ist, schon eine Weile dauern kann. Daher würde ich es in der Konfiguration nur auf die Ordner anwenden, die euch gerade interessieren. Dateien die älter als 30 Tage sind werden ebenfalls aufgelistet, aber könnt ihr im kostenlosen Account nicht mehr zurücksetzen.

revisions_modified2revisionsAnsonsten könnt ihr ein Datumsintervall vergeben und auf verschiedene Aktionen wie Erstellen, Bearbeiten oder Löschen von Dateien filtern. Habt ihr mehrere Versionsstände sind die Dateien in der Aktivitätsübersicht sichtbar. Dort könnt ihr sie zum einen einfach nur vergleichen oder natürlich die alte Version einfach zurückspielen. Hat in meinem Test problemlos funktioniert und ist eine angenehme Alternative gegenüber der Webversion von Dropbox.

Revisions for Dropbox
Revisions for Dropbox
Entwickler: Bayesbits
Preis: Kostenlos+

[quelle]via Übercast[/quelle]

 

Webseiten automatisch und kostenlos überwachen mit UptimeRobot

Jeder Webseitenbetreiber ist bestrebt eine möglichst hohe Verfügbarkeit seiner Seiten zu erreichen. Für manche ist dies bares Geld, welches man bei einer längeren Auszeit verliert, bei anderen ist es zumindest ärgerlich und verwundert die Besucher. Da aber die wenigsten ständig ihre Seiten auf Erreichbarkeit prüfen können gibt es viele Anbieter, die einen automatisiert informieren, wenn die Webseite gerade nicht erreichbar ist.

In diesem Bereich gibt es sehr viele kommerzielle Anbieter, für einen kleinen Blog oder sonstige Seite kann man sich aber die Frage stellen, inwieweit einem dieser Betrag einem Wert ist. Positiv aufgefallen ist mir bei meiner Suche nach einem solchen Dienst UptimeRobot.

UptimeRobot Dashboard

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