BleachBit: Räumt euer System auf – Alternative zum CCleaner

Ob man heutzutage solche Tools braucht, um seinen PC von unnötigem Ballast zu befreien, lass ich einfach mal dahin gestellt. Die einen lösen dies einfach über Boardmittel ihres entsprechenden Betriebssystems, bzw. in den einzelnen Programmen selber. Wer sich aber ein wenig Arbeit sparen möchte und mit einmal eine größere Säuberungsaktion auf seinem PC durchführen möchte, ist mit solchen Programmen gut bedient. Unter Windows bin ich mit dem kostenlosen CCleaner eigentlich ganz zufrieden, jedoch ist dies nur eine Freeware und gibt es vor allem unter Linux nicht. Grund genug also hier einmal nach einer Alternative zu suchen. Hängen geblieben bin ich erst einmal bei BleachBit.



Es wurde kurz nach Veröffentlichung durchaus kontrovers diskutiert, ob man unter Linux so ein Programm benötigt.  Ich möchte mich aus dieser Diskussion einfach einmal raushalten und wirklich jeden für sich entscheiden lassen. Betrachten wir lieber einmal die gebotenen Funktionen, die durchaus gut anzuschauen sind.

BleachBit steht sowohl für Linux, als auch für Windows (dort auch portable möglich) zur Verfügung und ist in 56 Sprachen übersetzt, unter anderem auch in deutsch. Der Hauptgrund es heutzutage einzusetzen ist vermutlich Privatsphäre um z.B. Cookies, Cache und verlauf der verschiedenen Browser zu löschen oder auch etwas die Geschwindigkeit des einen oder anderen Programms etwas zu optimieren (dies ist sicher diskutierbar, ob das Programm danach wirklich spürbar schneller wird). Von Haus aus werden viele Programme direkt unterstützt, z.B. Firefox, Google Chrome/Chromium, Nautlius, XBMC und systemspezifische Dateien. Die Webseite listet sämtliche Programme auf, die unterstützt werden. Ihr könnt jederzeit auch vor der Ausführung von BleachBit noch einmal anschauen, welche Dateien vom System entfernt werden. Dafür gibt es im Programm die Option: Vorschau. Hier würde ich raten gerade zu beginn einen Blick darauf zu werfen, konnte allerdings bisher keine kritischen Dateien finden, die Probleme verursachen würden.

Besonders interessant finde ich den Aspekt, dass man das ganze über die Kommandozeile steuern kann und über CleanerML (XML-basiert) seine eigenen Programme, die durch BleachBit aufgeräumt werden sollen, einfügen kann. In Ubuntu ist eine etwas ältere Version in den Paketquellen, die aber für die meisten ausreichen wird. Auf der Webseite findet ihr für alle möglichen Distributionen und Windows die entsprechenden Downloads. Schaut euch BleachBit einfach mal an bei Interesse.


  • nini
    • http://pmeyhoefer.de storminator

      Gefährlich würde ich nicht sagen. Auf mögliche Probleme hatte ich ja auch hingewiesen. Man muss z.B. ja keine Systemdateien etc. löschen, die in einem extra Abschnitt sind, sondern nutzt es für die unterschiedlichen Browser etc.

  • dakira

    Naja.. du redest dich zwar raus, in dem du sagst jeder soll selbst entscheiden. Am Ende erklärst du aber trotzdem nicht, aus welchen Grund man dieses Tool üeberhaupt einsetzen sollte.

    Du schreibst es ja selber. Du hast nach einer CCleaner Alternative für Linux gesucht. Also versuchst du unter Linux ein dort nicht existierendes Windows-Problem zu lösen.

    • http://pmeyhoefer.de storminator

      Nein versuch ich nicht. Mir geht es tatsächlich darum, hauptsächlich den ganzen Kram aus Firefox, Chrome etc. zu löschen. Nicht die “Registry” zu löschen.
      Im übrigen ging es nicht nur um Linux, sondern durchaus auch um Windows.

      • dakira

        Darf ich fragen warum? In jedem Browser ist der Cache auf einen einstellbaren Wert limitiert. Regelmässig immer mal löschen ist also eigentlich sinnlos. Wenn es darum geht, dass auf dem Rechner keine Spuren bleiben sollen, kann man doch auch einstellen, dass der Cache beim beenden geleert wird. Wenn es um öffentliche Compute geht, sollte man ohnehin ganz anders [1] verfahren.

        Das soll echt keine Kritik sein. Ich verstehe nur den Sinn nicht.

        [1] http://forum.ubuntuusers.de/post/4738062/

        • http://pmeyhoefer.de storminator

          Ich kann den Einwand durchaus nachvollziehen. Deswegen meinte ich in der Einleitung, dass solche Programme wirklich Geschmackssache sind und mit Sicherheit nicht zwangsläufig notwendig.

          Mir hat es ganz gut gefallen, mit einem Klick die Daten einmal aufzuräumen, ohne das einzeln zu machen.

          • dakira

            Es interessiert mich wirklich. Kannst du auf meine Frage oben antworten?

          • http://pmeyhoefer.de storminator

            Browser war ein Beispiel, schau auf der Seite einfach mal alle Programme an. Es ist der Reiz, alles nicht mehr benötigte mittels einem Klick zu löschen/bereinigen.

            Klar kann man argumentieren, dass sie nicht schaden. Natürlich hast du Recht, dass man das bei allen Browsern einstellen kann. Ich könnte mir nun diese Einstellungen raussuchen oder BleachBit nutzen.

            Von der Löschung bei den Systemfunktionalitäten würde ich allerdings eher abraten, sofern man nicht weiß, was man dort gegebenenfalls löscht. Der entsprechende Blogeintrag wurde hier ja schon gepostet.

            Ansonsten will ich hier aber keinen überzeugen. Wer keinen Sinn für sich sieht, soll und muss es nicht nutzen.

          • dakira

            Naja. Meine Frage war auch eher nach dem “Warum überhaupt löschen?”. Warum lastet man sich solche vermeintlich nutzlosen Tätigkeiten auf? Ich will ger nicht überzeugt werden. Ich wollte nur verstehen, warum Leute sowas machen. Da du das anscheinend machst, dachte ich ich frag mal. Aber du kannst es offenbar auch nicht erklären ;)

            Vermutlich bin ich schon zu lange aus der Windows-Welt raus..

  • druide

    ich finde das programm recht gut.nutze es schon einige jahre unter verschiedenen distributionen.
    probleme,auch wenn man alle löschoptionen nutzt,hatte ich noch nie !

  • Ralf

    Zitat aus Deinem Blog:

    “Ich möchte mich aus dieser Diskussion einfach einmal raushalten und wirklich jeden für sich entscheiden lassen.”

    Selten so gelacht, wirklich war….

    • Udo Recht

      “Selten so gelacht, wirklich war….”

      …und weiter? Du solltest den Satz vollenden, oder das letzte Wort mit “h”, also “wahr” schreiben.

      • http://igbyslocumb.info Igby

        Interpunktion: Du solltest sie lernen, bevor du andere korrigierst. ;) So, nachdem wir bewiesen haben, dass niemand perfekt ist, können wir uns wieder dem Thema zu wenden?